50 Jahres Jubiläen des Kameradschaftsbundes
25. Aug. 2008

Durch die Irrungen und Wirren der Kriege ist es umso bewundernswerter, dass in Friedenszeiten auf Kameradschaft gesetzt wird: Gelebtes Wissen und das Weiterreichen von Erfahrungen an nachfolgende Generationen ist ein wichtiger Bestandteil für eine Gesellschaft, in der man sich mit Respekt begegnet. Auch wenn so oft gesagt wird, dass der Mensch aus der Geschichte nichts lernt, war der Festakt ein weiterer Beweis dafür ist, dass es genügend Interesse an unserer eigenen Historie gibt.. Aus der Geschichte zu lernen, heißt aber besonders in diesen Tagen, die Möglichkeit des Wählens erneut zu nutzen um unsere Demokratie bewusst zu stützen. Die Kernfragen haben bei einer Wahl zu lauten: Wem traue ich es zu, die Herausforderungen dieser Republik anzunehmen? Wer hat die Kompetenz, Menschen unterschiedlicher Standpunkt zu verbinden anstatt das zerstörerische Trennende zu fördern?
Ich habe leider den Eindruck, dass diese elementaren Fragen viel zu wenig diskutiert werden! Wir sollten uns nicht vom Unterhaltungswert leiten lassen, das mag bei Dancing Stars angebracht sein. Um den Dialog zwischen Mensch und Politik zu sichern, sollten uns Inhalt be-geistern – insbesondere anlässlich des heutigen Jubiläums – friedenssichernde Inhalte wie beispielsweise der Leitgedanke des vereinten Europas.
Ein gemeinsames Schicksal zu tragen, die selben Prüfungen zu bestehen, waren die Prägung unserer letzten Kriegsgeneration, die bis heute Einfluss hat. Wie dankbar können wir heute in Österreich sein, so sicher und erfolgreich als Gesellschaft Europas die Anerkennung der gesamten Welt zu genießen. Es waren die starken Persönlichkeiten der Kriegs- und Wiederaufbaugeneration, die uns diese Wertschätzung überhaupt ermöglichten.



