Bildschirmfrei von Anfang an – neues Projekt sensibilisiert Eltern von Kleinkindern
Kern des Projekts, das sich gezielt an werdende Eltern und junge Familien richtet, ist eine neue Informationsbroschüre. Sie zeigt auf, welche Risiken frühe Bildschirmnutzung birgt, was Kinder in diesem Alter (von 0 bis 3 Jahren) wirklich brauchen – und welche bildschirmfreien Alternativen sich im Alltag gut umsetzen lassen.
„Wir leben in einer Zeit, in der sogar schon an manchem Kinderwagen eine Tablet- oder Handy-Halterung montiert ist. Dabei sollten Kleinkinder bis zu drei Jahren wenn überhaupt, dann nur sehr dosiert Bildschirmzeit haben“, sagt dazu Paula Maringer, Stadträtin für Gesundheit und Pflege. Es sei wichtig, hier gegenzusteuern. Schließlich belegen Studien, dass Kinder, die mit einem Jahr täglich längere Bildschirmzeit haben, im Alter von zwei Jahren bereits ein dreimal höheres Risiko für Entwicklungsverzögerungen in den Bereichen Kommunikation, Feinmotorik, Problemlosung sowie persönliche und soziale Fähigkeiten aufweisen.
Weniger Bildschirmzeit für positive Kindesentwicklung
Stadtarzt Dr. Franz Bichler betont: „Wenn wir mit dieser Aktion gegen zu viel Bildschirmzeit auch nur eine Mutter bzw. einen Vater erreichen können, haben wir viel für eine positive Kindesentwicklung getan. Auch ich schätze die Bedeutung der Initiative sehr hoch: denn zahlreiche Untersuchungen belegen die schädliche Wirkung von zu intensiver Bildschirmnutzung – schon bei Erwachsenen und Jugendlichen, aber erst recht bei Kleinkindern. Es ist unsere Aufgabe, hier Information, Aufklärung und Prävention zu betreiben.
Die Broschüre „Rede mit mir – spiele mit mir!“ wird am Dienstag, 23. September, um 19 Uhr bei einer Auftaktveranstaltung mit Dr. Cécile Dau, einer Podiumsdiskussion und Infoständen im Minoritensaal vorgestellt. Mitgestaltet wurde der Flyer von der Kreativklasse der Egon Schiele Volksschule unter der Leitung von Pädagogin Eva Schmircher, deren Zeichnungen und Ideen dem Projekt eine persönliche Note verleihen.


