Die Kurse der Tullner Wirtschaft gehen steil nach oben.
Tullns Kurse zeigen steil bergauf, folgende drei Grafiken zeigen dies eindrucksvoll:
1) Tulln hat mehr Arbeitsplätze als manche andere Bezirkshauptstädte Einwohner:

2) Die Anzahl der Betriebsstätten stieg in den letzten 14 Jahren um 58 Prozent!

3) Und das ist auch eher nicht so bekannt: Es pendeln mehr Menschen nach Tulln ein als aus:

Im Rahmen der Veranstaltung „Die Zukunft der Tullner Wirtschaft – Pulsierende Gegenwart und Trends der nächsten Jahre“ zu der ich Wirtschaftstreibenden und Fachleute am vergangenen Dienstag einlud, wurde die oben dargestellte Entwicklung dargestellt und diskutiert.
Damit es so positiv bleibt, betreibt die Stadtgemeinde eine strategische Wirtschaftspolitik. Meine Leitlinien dazu haben ich während der Veranstaltung erläutert, nämlich strategisch geplantes, übergeordnetes Standortmarketing, basierend auf vier Säulen:
- Übergeordnete Maßnahmen zur Stärkung des Standortes, z.B. Investitionen in Campus und Messe Tulln und der Einsatz für die unbefristete Verlängerung der GARTEN TULLN
- Schaffung von Infrastruktur und Aufenthaltsqualität, z.B. die Attraktivierung der Innenstadt und die laufende Optimierungen der Verkehrsanbindung
- Aktive Steigerung der Wertschöpfung in der Region, z.B. das Initiieren von Großprojekten mit Aufträgen für Tullner Firmen wie z.B. bei der Stadtoase, Hallenbad, etc.
- Unternehmensservice Tulln: zentraler Ansprechpartner der Stadtgemeinde Tulln als Unterstützung für bestehender Betriebe und potentielle Investoren
Für eine Übersicht zum strategischen Standortmarketing Tullns klicken Sie bitte hier:
Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte ein kurzer Film den Wirtschaftsstandort Tulln mit eindrucksvollen Bildern, Daten und Fakten. Nina Stift, Inhaberin des Traditionsbetriebes „Stift Mode Tulln“ meinte dazu: „Dieser Film macht einen Unternehmer gleich noch stolzer auf Tulln“.
Herausforderungen für Traditionsbetriebe
In der ersten von ORF-Moderator Robert Ziegler geführten Gesprächsrunde waren mit Nina Stift (Stift Mode Tulln), Fritz Schmidberger (Schmidberger Elektroanlagenbau GesmbH) und Mag. Martin Dlouhy (Dlouhy GmbH) Vertreter von Traditionsbetrieben am Wort. Im Handel gibt es in Tulln laut Nina Stift „alles, was der Kunde braucht – eine tolle Atmosphäre, eine gute Parkplatzsituation und einen Branchenmix, der zu 95% passt“. Allerdings sei die Konkurrenz durch den Online-Handel stark. Fritz Schmidberger rief die Unternehmen dazu auf, eine Vorbildfunktion einzunehmen und bei Auftragsvergaben die Kaufkraft im Ort zu belassen. Martin Dlouhy lobte die ausgezeichneten Arbeitskräfte vor Ort und hob hervor, wie wohl sich Unternehmensgäste aus aller Welt in Tulln fühlen – Gäste aus dem Ausland wollen sogar teilweise bewusst in Tulln und nicht Wien untergebracht werden.
„Standort sehr gut abgesichert“
Mag. Roman Knotzer (Agrana Zucker GmbH) betonte die gute Absicherung des Standortes Tulln, die Bedeutung der Forschung und Entwicklung und die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Campus Tulln Technopol. Mag. Helmut Miernicki (NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus) sieht die zentralen Standortvorteile in der geografischen Lage, der Internationalität, der hohen Lebensqualität und brachte es auf den Punkt: „Die positive Bilanz wundert mich nicht – in Tulln passt es einfach“. Für DI Dr. Michaela Fritz (Austrian Institute of Technology, AIT) sind die Fokussierung auf einen spezifischen Themenbereich – in Tulln die Biotechnologie – und die enge Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft Erfolgsgeheimnisse für die Zukunft. Wie gut dies in Tulln betrieben wird, zeigt die kürzliche Auszeichnung mit dem NÖ Innovationspreis für das AIT und die Unternehmen Biomin und Sciotec.
„Tulln hat gutes Image“
Dass die positive Entwicklung sogar in Wien gesehen wird, sagte Mag. Herbert Pinzolits, Errichter der Stadtoase und potentieller Investor für das Projekt „Innenstadthotel“: „Tulln hat ein sehr gutes Image – das ist das Ergebnis der jahrzehntelangen Arbeit der Stadtverwaltung“. Prof. Christioph Madl (NÖ Werbung) betonte die Bedeutung für Tourismusstandorte auf mehreren Beinen zu stehen und lobte den Mix in Tulln, der zu den derzeit 90.000 Nächtigungen/Jahr maßgeblich beigetragen hat und von dem auch die Tullner Wirtschaft profitiert.
Finanzminister schickte Videobotschaft
Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling, ursprünglich der Hauptredner des Abends, war aufgrund einer Tagung der EU-Finanzminister kurzfristig verhindert, schickte aber eine Videobotschaft und hielt fest: „Tulln hat sich als Wirtschaftsstandort hervorragend entwickelt, dazu meine herzlichste Gratulation. Ich möchte persönlich Danke sagen für Ihr Engagement für die Wirtschaft“. In Vertretung sprach Mag. Harald Waiglein, Sektionschef "Wirtschaftspolitik und Finanzmärkte" im Finanzministerium vor Ort darüber, dass eine erfolgreiche Wirtschaft von unternehmerischer Initiative lebt. Tulln sei dafür ein ausgezeichnetes Beispiel, denn „die Wachstumsraten sprechen für sich“.
„Blicken in eine noch erfolgreichere Zukunft“
Als eines der Abschluss-Statements wies Vizebürgermeister und Wirtschaftsstadtrat Harald Schinnerl auf das Unternehmensservice der Stadtgemeinde Tulln hin, das im Frühjahr ins Leben gerufen wurde. Dieses ist ein Baustein der Wirtschaftsoffensive der Stadt Tulln, wodurch Ansiedlungen unterstützt und die Tullner Wirtschaft weiter qualitativ wachsen soll. „Wir blicken auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück und können in eine noch erfolgreichere Zukunft schauen“, schloss er seinen Beitrag.
In Diskussion mit den Wirtschaftstreibenden
Im Anschluss an die Podiumsgespräche war das Publikum aus Wirtschaftstreibenden eingeladen, ihre Anliegen einzubringen. Ein übergreifender Wunsch war z.B. der Ausbau des Breitbandinternets in Tulln. Dieses Thema hatte auch das Unternehmensservice bereits auf dem Schirm und sammelte die Daten von Unternehmen, um sich gesammelt und übergeordnet für den Ausbau einzusetzen.



