(Gebrauchte) SPÖ-Eurofighter sogar teurer als neue!

23. Aug. 2008

Der Rechnungshof hat es geprüft und damit ist es amtlich: Die gebrauchten Eurofighter, die SPÖ-Verteidigungsminister Darabos in einer Nacht- und Nebel-Aktion gekauft hat, sind tatsächlich teurer als neue!! Wirklich unglaublich, aber wahr: Ein gebrauchter Eurofighter kostet um fünf Millionen Euro mehr als ein neuer.

Der Rechnungshof hat ein vernichtendes Urteil über die Kosten abgegeben. Aber nicht nur das - der gesamte Deal, den SPÖ-Verteidigungsminister Darabos im Alleingang geführt hat, wird vom Rechnungshof dramatisch kritisiert.
Kritik übt der Rechnungshof konkret an:
  • Mangelnder Transparenz bei den Verhandlungen
  • Fehlender strategischer Planung, vor allem aber sind für die Prüfer Einsparungen durch den Verzicht auf drei Jets und Zusatzausrüstung überhaupt nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil:
  • Von den von Darabos behaupteten 400 Mio. Euro Einsparungen sind laut Rechnungshof-Bericht nur 267 Mio. Euro übriggeblieben
  • Von den von Darabos behaupteten 120 Mio. Euro-Einsparungen bei den Betriebskosten sind gar nur 17 Mio. Euro übrig geblieben!
  • Der Kaufpreis: statt 1,959 Mrd. Euro für 18 neue Tranche-2-Abfangjäger hat Darabos 1,709 Mrd. Euro für 15 teilweise gebrauchte Tranche-1-Jets ausgegeben
  • Die Reduzierung des Kaufpreises bewirkte um rund 500 Mio. Euro weniger Gegengeschäfte: Viele Arbeitsplätze sind hier verloren gegangen!
  • Die Finanzprokuratur wurde nicht mit den Beratungen beauftragt
  • Die Kosten für mehrere von Darabos beauftragte externe Gutachter, um für die SPÖ nur irgendwie in die Nähe eines Wahlversprechens zu kommen, betrugen 115.000 Euro!
Die SPÖ hat ihr Parteiinteresse vor die Sicherheit Österreichs gestellt. In Wahrheit ging es Darabos - und seiner SPÖ – von einem haltbares Wahlversprechen abzulenken. Diese angebliche sinnvolle Einsparung stellt sich nun als kläglich gescheitertes Ablenkungsmanöver dar.