Ideen. Perspektiven. Impulse in Wien präsentiert
Die ÖVP denkt vor: Das war das Motto der Perspektivengruppe. Und viele haben mitgedacht. 10.000 Menschen haben sich in den sechzehn Impulsgruppen eingebracht, 1 Million verschiedene Besucher gab’s auf der Homepage der Perspektivengruppe - da ist es nur logisch, dass auch die Präsentation des Ergebnispapiers im VIP-Club des Ernst-Happel-Stadions von über 1000 Menschen besucht wurde. Der Club platzte jedenfalls aus allen Nähten.
Jeder ist ein VIP
Das mit dem VIP-Club hat natürlich seine Bewandtnis, wie Helmut Brandstätter erläuterte, der durch den Abend führte: Denn für die ÖVP ist jeder Mensch ein VIP, sein ganzes Leben lang. Eine kleine Überraschung erwartete die Besucher bei der Platzwahl: Denn jeder konnte sich mit seinem Klappsessel dorthin setzen, wo er wollte, und so seine eigene Perspektive wählen. Zumindest diejenigen, die früh genug gekommen sind ... .Bald war der Saal allerdings so voll, dass nur noch Stehperspektiven möglich waren.
Stellvertretend für alle 16 Impulsgruppenleiter stellten sich die vier Impulsgruppenleiter Karlhein Kopf, Johanna Mikl-Leitner, Siegfried Nagl und Katharina Cortolezis-Schlager den Fragen Brandstätters und schilderten ihre Impressionen aus der Arbeit der vergangen Monate. Alle waren sich einig, dass die bunte, offene und vielfältige Diskussion viel Mut erfordert hat - und sich gerade dadurch auch sehr bezahlt gemacht hat.
› Zum Artikel: „Es gehört viel Mut dazu“
Josef Pröll präsentierte in seinem Referat schließlich die Kernpunkte des Ergebnispapiers der Perspektivengruppe 2010, eines umfangreichen Arbeitsauftrags an die Österreichische Volkspartei. Und einer klaren Positionierung für eine moderne konservative Volkspartei, die aus ihren christlich-sozialen und humanististchen Wurzeln Kraft schöpft. Mit dem Satz „Wir wollen das Beste für jeden, aber nicht das gleiche für alle“ umriss klar den Unterschied der ÖVP zu den anderen Parteien.
Im Morgen denken
„Wir werden die Ergebnisse umsetzen“: Diese klare Ansage kam von Bundesparteiobmann Wilhelm Molterer, der den vielen Menschen dankte, die an der Formulierung der Perspektiven mitgearbeitet hatten. Dieser Nachdenkprozess kommt aus einer tiefen Überzeugung der ÖVP: „Im Heute zu handeln ist zu wenig. Es gehört dazu etwas entscheidendes Zweites: Im Morgen zu denken.“ Und: „Wir müssen etwas wagen.“
Bei der Klubklausur sollen bereits die ersten Anträge formuliert werden, die aus dem Ergebnispapier folgern - denn, wie Wilhelm Molterer betont, die Arbeit der Perspektivengruppen ist ein Umsetzungsauftrag.



