Mit Zuversicht ins neue Jahr (Rede anlässlich des Neujahrstreffens 2026)
Guten Abend, die Damen, guten Abend die Herren,
Grias Eich de Madln, servas die Buam,
vor genau vierzig Jahren hat sich Heinz Conrads das letzte Mal mit dieser unverwechselbaren Begrüßung an sein Publikum gewandt.
Ich begrüße Sie ebenso besonders herzlich zu unserem traditionellen Neujahrestreffen, allerdings nicht als mein Publikum, sondern als Hauptdarsteller. Denn Sie verkörpern heute das, was diese Stadt so groß gemacht hat: Eine intakte Zivilgesellschaft, die sich interessiert, die sich engagiert und die sich wie heute informiert.
Dieser Abend soll Funken schlagen – Zuversicht, die weit über diese Festversammlung hinauswirkt. Ein Abend, an dem viele sagen: In Tulln brennen die Kerzen immer am Baum, nicht nur wenn Weihnachten ist.
Umso mehr freue ich mich, viele bekannte und neue Gesichter zu sehen. Ich sehe Gestalterinnen und Gestalter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Landesverteidigung, Bildung, und dem Vereinswesen. Einen besonderen Gruß richte ich an unsere Kommandanten sowie Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, die so unverzichtbar sind. Mit derselben Bedeutung grüße ich die Vertreter der Polizei, vom Roten Kreuz und der Wasserrettung. Ich begrüße auch all jene, die durch ihr Wirken im Stillen, im verborgenen Zwischenmenschlichen, unser Tulln prägen. Für mich ist jede und jeder von Ihnen für das Ganze bedeutsam!
Nicht zuletzt freue ich mich über die Anwesenheit sehr vieler Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates. Ich bedanke mich bei Euch! Denn es ist uns auch im Jahr 2025 wieder sehr oft gelungen, trotz unterschiedlicher Zugänge einstimmige Lösungen zu finden. Friedrich Schillers Motto: „Leben und leben lassen“ halten wir immer ein, aber darüber hinaus gibt es viele positive persönliche Gespräche, in denen Parteizugehörigkeit keine Rolle spielt. Dieser konstruktive Stil ist in der Politik selten geworden.
Mein besonderer Dank gilt der grünen Fraktion, dass sie die Kosten dieses Neujahrstreffens bei der letzten Gemeinderatssitzung thematisiert hat. Durch diesen Inpuls bin ich auf die Idee gekommen, dass wir uns als Mandatare bei der Verpflegung unserer Gäste selbst engagieren. Dadurch sind die Kosten nicht nur deutlich geringer, dieses Neujahrestreffen wird zu einer Bühne für uns alle.
Ich habe jetzt bewusst von einer Bühne gesprochen – denn Politik ist eine Bühne. Aber viele von uns agieren dort nicht bloß als Schauspieler. Dadurch hat sich die Tullner Politik die Glaubwürdigkeit bewahrt.
Diese Rede hat zwei Teile. Der erste geht um die Frage, die Heinz Conrads jeden Sonntag vier Jahrzehnte lange gesungen hat: „Was gibt es Neues, was gibt es Neues?“ und im zweiten Teil beschreibe ich strategische Leitlinien, damit Tulln ein Ort der Zuversicht bleibt, quasi ein Antidepressivum unserer Zeit.
Den Teil 1 beginne ich nun mit einem Augenzwinkern, und zwar mit dem „Tullner Liebes-Netzwerk“, das aufgedeckt wurde. Dieses besteht aus …. mittlerweile…700 …. Hydranten, die ein Kommunikationsnetzwerk bilden, das von den 1.061 ortsansässigen Hunden intensiver genutzt wird als jede moderne Dating-App. Während die Vierbeiner an den Hydranten eifrig "Status-Updates" hinterlassen, macht offenbar das Schnüffeln auch den Zweibeinern großen Spaß - den heimischen Damen und den Herren. Wir wissen selbstverständlich nichts Genaues, aber eines ist amtlich: Mit 354 Trauungen, also rechnerisch fast eine pro Tag, erlebten wir 2025 einen Hochzeits-Rekord, insbesondere im wonnevollen Mai.
Die nächsten Neuigkeiten haben ebenso mit Zusammenhalt zu tun, mit der Stadt des Miteianders. Das Angebot dieser Initiative nimmt eine sehr erfreuliche, von vielen getragene, Entwicklung: Grätzelfeste, Reparaturcafe, spirituelle Brückenbauer, Erzählcafe, Spieletreff, Zeitpolster und vieles mehr haben sich etabliert. Nun kamen zwei Erweiterungen dazu:
Erstens: Wir vernetzen Nachbarn digital, mit einer österreichweit einzigartigen App, die im Südwesten der Stadt getestet und sehr gut angenommen wurde. Eine Ausweitung auf das gesamte Gemeindegebiet wird folgen.
Zweitens: Wir bewahren unsere gemeinsame Geschichte in der neuen Topothek, in der sich bereits 2.000 Einträge befinden. Sie sind herzlich eingeladen: Stellen auch Sie Fotos von einst und jetzt online
Zur Stadt des Miteinanders gehören natürlich alle unsere Vereine, ich sage bewusst: Alle Vereine. Einigen verleiht der Sport Flügel: Die UHC-Damen glänzen auf Platz zwei der höchsten Spielklasse und die Tischtennis-Damen spielen ebenso in der ersten Liga souverän mit. Schließlich für alle Fußballfans: Der Aufstieg des FC Tulln ist zum Greifen nah – wir hoffen berechtigt auf zwei Gemeindederbys in der nächsten Saison, einmal in Langenlebarn und einmal in Tulln.
So intensiv wir uns dafür einsetzen, eine harmonische Stadt zu sein, so entschlossen handeln wir, wenn es um Schutz und Sicherheit geht. Das habe wir durchaus gemeinsam mit der Polizei gezeigt, als dem Treiben eines 15-jähriger Rädelsführer mit seinem kleinen Gefolge ein hoffentlich nicht nur ein vorläufiges Ende gesetzt wurde.
Etwas Anderes geht durch unser sehr geduldiges Beharren auch seinem Ende zu: Der traurige Anblick der beschmierten ÖBB-Lärmschutzwände beim Nixenkreisverkehr und in der Wilhelmstraße. Demnächst erfolgen auf den, für Sprayer nicht erreichbaren, Außenseiten große Beklebungen mit unseren wunderschönen Gartenstadtsujets.
Nächster Punkt: Der Verein Gesundes Tulln wird mit einer Kampagne deutlich darauf hinweisen, dass die Smartphonenutzung von Kindern unter 3 Jahren große Schäden verursacht. Für ältere Kinder gilt: Bildschirme ja, aber mit kleinen Zeitfenstern, damit das Spielen und der soziale Austausch im echten Leben nicht in den Flugmodus gerät.
Keinen Standby-Modus kennen unsere Straßenwalzen: Sie rollen im Langenlebarnerviertel nach Plan. 2026 geht’s weiter in der Vogelweidgasse und in der Heinrich Prosl Gasse, 2027 in der Ennikel- und in der Ottokargasse. Ab 2028 ebnen wir den Weg in eine neue Zeit auch im Königstetterviertel. Den Beginn machen die Neugrabengasse und die Ferdinand-Goldmann-Straße.
Nächstes Update: Wie Sie wissen, drosseln wir seit vielen Jahren das Bevölkerungswachstum, um die Infrastruktur und das soziale Gefüge nicht zu überlasten. Die getroffenen Maßnahmen wirken: Im vergangenen Jahr sank die Anzahl der Hauptwohnsitzer sogar, auf knapp unter 17.000 Personen. Gleichzeitig hat der Bau geförderter Wohnung in der Königstetter Straße begonnen, weil wir Wohnraum speziell für Menschen schaffen wollen, die hier bei uns ihre Wurzeln haben.
Diese Liste zum Thema „Was gibt es Neues“ ließe sich noch sehr lange fortsetzten, etwa mit den großen Erfolgen und dem neuen Programm im Danubium oder auf der Donaubühne, aber ich möchte aus Zeitgründen nur noch über das Thema „Tempo 30“ informieren. Im Juni ergab eine Befragung der Bürgerschaft im Langenlebarner Viertel und im Komponistenviertel eine klare Mehrheit für Tempo 30, im Komponistenviertel lag die Zustimmung sogar bei 86 %.
Ich habe daraufhin Kollegin und Verkehrsstadträtin Roni Kulenkampf ersucht, eine Arbeitsgruppe zu bilden, in der alle Fraktionen über die Vorgangsweise im restlichen Gemeindegebiet beraten mögen. Ich danke Dir, liebe Roni, für die Umsetzung. Das mir vorliegende Ergebnis ist ein Konsens aller Fraktionen für die Regel 50/30. Also, dass auf hochrangigeren Straßen Tempo 50 und bei den anderen Tempo 30 gelten soll. Nur bei einigen wenigen Straßenabschnitten gibt es noch Klärungsbedarf. Als nächstes ist ein Sachverständiger am Zug, der die vorliegenden Vorschläge nun fachlich überprüfen wird.
Damit ist Teil 1 dieser Rede beendet und ich wende mich den großen Linien zu, die uns in den kommenden Jahren weiter voranbringen sollen. Dazu macht es paradoxerweise Sinn kurz auf das allererste Neujahrstreffen zurückblicken. Dieses fand vor 16 Jahren statt, 16 Jahre bedeuten: Die Babys von damals werden heuer erstmals Autos lenken – sie werden durch ein deutlich verändertes Tulln fahren.
2010 war, zwar nicht zuletzt durch meine beiden Amtsvorgänger Edwin Pircher und Willi Stift, bereits sehr vieles gelungen. Aber dennoch stand nebenan noch die verlassene Feuerwehrschule, das alte Rathaus mit dem alte Stadtsaal, am Messegelände standen in die Jahre gekommene Hallen, die Donaulände war bloß sehr schlicht begrünt, es gab noch keine große Sporthalle beim Bundesschulzentrum, das Hallenbad war ein Sanierungsfall, das Frankhaus stand leer, der Forschungs- und Technologiebereich beziehungsweise der Campus war noch viel kleiner und der Hauptbahnhof war alles andere als modern.
Alles davon und vieles mehr hat sich positiv verändert, weil wir in diesen 16 Jahren immer das Ziel hatten, unseren eigenen Weg zu gehen. Wir dürfen uns davon auch in Zukunft nicht abbringen lassen – trotz der hohen Geschwindigkeit in dieser so unberechenbaren Welt. Dieses Tempo zeigt sich erneut in einem Vergleich mit 2010. Also mit einer Zeit in der Werner Faymann Bundeskanzler war und, im Vergleich zu heute, relativ harmlose Themen für Schlagzeilen sorgten – etwa das Rauchverbot in Lokalen.
Damals war in Europa ein Krieg oder eine Pandemie unvorstellbar. Die EU wurde noch nicht durch Mitgliedsländer blockiert und Großbritannien war noch dabei.
Netflix war 2010 noch hauptsächlich ein DVD-Versand-Service, nicht die Streaming-Plattform von heute.
WhatsApp hatte 10 Millionen Nutzer, heute sind es 2,4 Milliarden.
2010 gab es Instagram noch gar nicht; Facebook war gerade mal sechs Jahre und harmlos. Twitter war noch jünger und ein Nischendienst. Heute verstärken diese Plattformen Desinformation und polarisieren unsere Gesellschaften.
Daher ist es an dieser Stelle nun sehr passend, dass ich die erste von sechs strategischen Leitlinie einklinke: Die Initiative „Stadt des Miteinanders“ muss wegweisend bleiben, denn sie spiegelt Kernaufgaben der Politik wider: Menschen zusammenzuführen sowie Gemeinschaften und Kooperationen zu bilden. Im Grunde – das ist mein Wunsch für unser ganzes Land – bräuchte es so eine Initiative auch im Bund, mit dem Namen „Staat des Miteinanders“.
Der zweite entscheidende Faktor für den weiteren Erfolg Tullns hat mit dem wohl revolutionärsten Unterschied zu 2010 zu tun: Damals war von ChatGPT und der gesamten generativen KI nicht die geringste Spur. Wahrscheinlich weiß heute niemand genau, wohin diese Entwicklung führt. Aber eines ist klar: … Entscheidend werden Menschen sein, die mit ihrem Wissen und ihrer Kreativität Lösungen entwickeln, die allen helfen. Deshalb müssen wir Tulln noch stärker als Universitäts- und Forschungsstadt ausbauen. Denn am Campus entstehen nicht nur Arbeitsplätze, von denen es derzeit 1.200 gibt – dort entsteht Zukunft. High-Tech-Unternehmen, Forschungszentren internationaler Konzerne und viele junge Menschen, die denken und erfinden, sind ein wichtiger Motor, der unsere Stadt voranbringt. In diesem Sinne beginnt heuer der Bau des fünften Hauses des Technologie- und Forschungszentrums, das deutlich höher gebaut wird als die bisherigen Häuser. Dadurch entstehen auf gleicher Fläche doppelt so viele Arbeitsplätze.
Dritter Punkt: Die Mobilität ist nicht nur eine Sache, die uns von A nach B bringt. Sie muss als strategisches Element der Stadtentwicklung gesehen werden. Ich bin daher sehr froh, dass die ÖBB, den von uns initiierten zweigleisigen Ausbau der Strecke Tulln – Tullnerfeld nicht den Sparplänen opfern wird. Ich freue mich auf einen optimalen Streckentakt für Tulln nach Salzburg, nach München oder auch in den Süden über Wien Meidling. Spätestens beim nächsten Neujahrestreffen kann ich Ihnen den Zeitplan der Arbeiten nennen, ich rechne mit einer Fertigstellung 2032 oder 2033.
Ebenso wichtig wird nicht nur die Absicherung, sondern der Ausbau von LISA-Tulln zu einem noch besseren Mobilitätsangebot der Zukunft, trotz der hohen Kosten für die Stadt von derzeit über 300.000 Euro pro Jahr.
Der vierte und sehr zentrale Punkt betrifft unsere Innenstadt, das Herz der Stadt, das kräftig schlägt.
Im vergangenen Sommer war eine internationale Stadtmarkting-Delegation bei uns zu Gast. Die Teilnehmer trauten ihren Augen nicht, welche Lebendigkeit hier zu sehen ist. Dennoch müssen wir unser Zentrum mutig neu definieren, um den Erfolg des Handels, den wir alle brauchen, weiter zu fördern. Die Innenstadt muss daher eine außergewöhnliche, sagen wir sogar atemberaubende Bühne für all das werden, was 'online' eben nicht geht! Das bedeutet: Echte analoge Frequenz durch moderne Angebote für kulinarische Genüsse, durch Dienstleistungen von Mensch zu Mensch und durch wunderschöne, konsumfreie Grünräume zum Verweilen und Staunen.
Bisher hatte die Stadtgemeinde vor allem im öffentlichen Raum – wie zuletzt am Nibelungenplatz – einen großen eigenständigen Handlungsspielraum. Was uns jedoch fehlt sind Immobilien, um den Angebotsmix selbst zu gestalten. Wir waren sehr aktiv, ja, aber eher als Impulsgeber, wie etwa zuletzt bei der Standortwahl für das Ärztezentrum in der Brüdergasse.
Deshalb sind wir vom Beobachten ins Handeln gekommen. Mit dem Kauf der H&M-Immobilie haben wir uns ein wichtiges Stück Zukunft für unsere Innenstadt gesichert. Und das zu einem extrem günstigen Preis: Unter Berücksichtigung der Mieteinnahmen kostete der Quadratmeter in bester Lage bloß 900 Euro
Der Stadtrat hat zudem Studien in Auftrag gegeben, um weitere strategische Flächen in unserer Innenstadt zu identifizieren. Ob durch gezielte Käufe oder moderne Instrumente der Vertragsraumordnung: Wir werden dort handeln, wo es für die Zukunft unseres Zentrums notwendig ist.
Das gilt auch für unsere touristischen Pläne. Tulln ist als Gartenstadt am Donauradweg und als Messestadt sehr anziehend. Was wir jedoch sehen: Zu Spitzenzeiten gibt es zu wenige Gästezimmer. Daher müssen wir wissen, wie viele weitere Hotelbetten sich ganzjährig in Tulln wirtschaftlich sinnvoll anbieten lassen. Auch diese Frage wird eine Studie beantworten.
Und schließlich wollen wir eine weitere Erkenntnis nutzen: Je höher die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes, desto mehr Kunden besuchen die Innenstadt. Österreichweit Vielbeachtetes ist uns dazu schon gelungen. Nun braucht es mehr Grün für die Freifläche am Hauptplatz. Im Rahmen einer Kooperation mit der New Design Universität in St. Pölten wird gerade intensiv daran getüftelt, wie das gelingen kann. Wir dürfen gespannt sein, welche kreative Begrünungslösungen uns da bald Schatten spenden werden.
Der vierte Punkt unseres Zukunftsplans sieht die mittelfristige Schaffung neuer Betriebsgebiete vor, die wir einfach brauchen, weil unsere vorhandenen Flächen früher oder später ausverkauft sein werden. Wir müssen daher neue Areale erschließen, mit bodenschonenden Konzepten – gerne auch gemeinsam mit unseren Nachbargemeinden, denn auch da gilt: Miteinander erreichen wir mehr.
Der fünfte Punkt betrifft den Klimawandel. Die stadteigenen Betriebe, wie zum Beispiel das Hallenbad, sind im Ganzen betrachtet bereits klimaneutral. Wir sind offiziell anerkannte Klimapionierstadt, die nun die Klimaneutralität in der gesamten Gemeinde bis 2040 klar im Fokus hat. Dazu bearbeiten wir die Handlungsfeldern Energie, Mobilität, Raumentwicklung, Kommunikation und Monitoring. Das ist nichts Abstraktes – das sind konkrete Baupläne einer Stadt der Zukunft.
An dieser Stelle möchte ich meine ausdrückliche Freude über die Initiative von Landwirtschaftsminister Totschnig teilen. Er geht nun verstärkt gegen Klima-Fake-News vor, gegen die Leugnung des menschengemachten Klimawandels. Österreich hat sich dazu einer Gruppe von Staaten angeschlossen, die wissenschaftsbasierte Informationen stärken wollen.
Der sechste und letzte Punkt betrifft die Verwandlung des Königstetterviertels, im Bereich des ehemaligen Listhofes. Das war auch ein sehr großer Wunsch von Friedl Pfeiffer. …. Hier werden mittelfristig nicht nur neue Straßen gebaut, sondern ein moderner und lebenswerter Stadtteil soll wachsen - durch Neubauten und Sanierungen wird in gemeindeeigenen Häusern höherer Wohnkomfort zu vertretbaren Preisen einziehen.
Für unseren Weg braucht es selbstverständlich die finanziellen Möglichkeiten und die notwendige Ehrlichkeit. Deshalb spreche ich eine Entscheidung an, die niemals und nirgends populär ist. Wir haben im Vorjahr die Gebühren deutlich erhöht. Wir haben das nicht getan, damit im Rathaus die Gehälter steigen und die Verwaltung 'dicker' wird. Auch nicht, weil es sehr viele andere Gemeinden getan haben.
Nein, wir haben das getan, weil wir an einer Stadt der Zukunft bauen. Ich danke Ihnen sehr, dass Sie diesen Weg mit uns mitgehen!
Mein sehr verehrten Damen und Herren,
Wenn wir heute eine Zwischenbilanz ziehen, dann können wir gemeinsam das Gefühl haben, dass es in dieser Zeit auch noch gute Nachrichten gibt. Dass es, wie in Tulln noch möglich ist, an einer guten Heimat zu bauen.
Viele schimpfen auf die Politik, Tulln zeigt, dass es auch Zusammenarbeit gibt.
Viele kritisieren Politik, weil sie nichts zusammenbringt, in Tulln erleben wir wie es vorwärts geht.
Führung braucht immer beides: Managementfähigkeiten und Menschlichkeit, Stärke und Empathie. Beides fließt bei uns ein.
Tulln ist eine Antwort auf vieles. Eine Antwort die von Vernunft, Berechenbarkeit, Mut zu Neuem und auch von Ihnen gegeben wird.
Lassen Sie uns gemeinsam das nächste Kapitel dieser Stadt schreiben – eines voll mit Chancen, Mut und Zuversicht.
Denn wenn wir uns in dieser Zeit umsehen, dann lautet das wichtigste Wort: Gemeinsamkeit. Und Tulln ist der Ort, wo dieses Wort lebt – wo dieses Wort einen Wert hat.
Achten wir deshalb im neuen Jahr darauf, dass wir den Tullner Weg gemeinsam weitergehen, damit 2026 … ein gutes Jahr wird: Für unsere Stadt – und für jede und jeden von Ihnen.
Vielen Dank!


