Fest für das Parkbad Königstetten

13. Aug. 2008

Es war eine Feier für eine über 100 Jahre alte traditionelle Einrichtung in Königstetten sein. Aber auch ein Zeichen der Politik für eine faire Kommunikation, für das Recht auf Einwand und Mitsprache um Konsens zu sichern.

 

Als mir Bürgermeister Roland Nagl voriges Jahr im Herbst seine Sorgen wegen des Parkbades und von seiner Suche nach Lösungen erzählt hat, habe ich ihn wahrlich nicht  beneidet. Ich habe mir vorgestellt wie es für mich wäre, müsste ich das Tullner Aubad – das immerhin jedes Jahr rund € 100.000 Defizit einfährt – oder gar das Hallenbad – das mit knapp 300.000 Abgang pro Jahr den Tullner Haushalt noch stärker belastet – aus finanziellen Gründen zusperren. Eine unangenehme Vorstellung die insbesondere aufgrund der guten Einnahmenentwicklung aus der Kommunalsteuer nicht Realität werden wird. Wir werden daher auch weiterhin selbstverständlich nicht nur unseren Gästen aus Tulln aber auch aus den Umlandgemeinden diese Institutionen zu den bisherigen günstigen Konditionen anbieten.

 

Ich habe den Mut von Roland Nagl bewundert, dass er im November die unpopuläre Entscheidung getroffen hat, das Parkbad zu schließen weil die Gemeinde nachweislich aus eigener Kraft die Mittel nicht aufbringen kann. Die meisten Politiker sind zu feig um unpopuläre Entscheidungen zu treffen, außer die Bevölkerung ist hinlänglich darauf  vorbereitet und die Opposition lässt Solidarität anstatt parteitaktisches Kalkül erwarten.

 

Es hat mich nicht überrascht, dass die Solidarität der Opposition enden wollend war. Hingegen war ich aber beeindruckt über die konstruktive und verantwortunsvolle Art des „Fördervereins Parkbad Königstetten“ der zweifellos sehr wertvolle Impulse zu einer Weiterentwicklung gegeben hat. Dies hat nicht nur zu dem Fest geführt sondern auch eine überregionale Lösung für das Parkbad durch  die Förderungzusage von LH Pröll in Griffweite gebracht.