Bildschirmfrei bis drei: Tulln finanziert Beratung zu gesunder Mediennutzung

18. Feb. 2026

Sprachentwicklungsstörungen, Aufmerksamkeitsprobleme und Konzentrationsschwäche: Zeit mit Handy, Tablet und Co. erhöht das Risiko für Entwicklungsstörungen bei (Klein-)Kindern enorm. Hinzu kommen körperliche Faktoren wie Haltungsschäden und Kurzsichtigkeit. „Es braucht hier viel mehr Sensibilisierung und Wissen für die Eltern, damit sie im digitalen Alltag gute Entscheidungen treffen können. Es freut mich sehr, dass nun auch das Gesundheitsministerium eine Kampagne gestartet hat und damit auf den Zug aufspringt, der in Tulln schon seit mehr als einem halben Jahr unterwegs ist.

Neu ab März: Hebamme informiert Eltern zu digitalen Medien

In Tulln startet im März ein neues Angebot, das die Stadt für alle Jungeltern in ihrem Gemeindegebiet finanziert: Sie können einen für sie kostenlosen Besuch einer erfahrenen Hebamme in Anspruch nehmen, der sie insbesondere zu gesunden Beschäftigungsmöglichkeiten, den altersspezifischen Bedürfnissen und Entwicklungsstufen der Kinder und nicht zuletzt zum gesunden Umgang mit digitalen Medien informiert.

Kostenloses Angebot für alle Tullner Jungeltern

Bei der Anmeldung ihres Kindes im Standesamt Tulln wird den Eltern künftig der Besuch der Hebamme angeboten. Diese kontaktiert daraufhin direkt die Familie, um einen individuellen Termin zu vereinbaren. „Bei diesem wichtigen Thema war es uns wichtig, die Eltern nicht nur über unsere Informationskanäle zu erreichen, sondern ihnen auf direktem Weg ein handfestes Angebot zu machen. In persönlichen Gesprächen geht unsere erfahrene Hebamme und dreifache Mutter Bettina Mayer auf die individuellen Bedürfnisse und Fragen der Eltern ein und gibt Tipps für den Alltag“, so Gesundheitsstadträtin Paula Maringer.

Kampagne „Bildschirmfrei bis drei“

Bereits im Spätsommer des Vorjahres initiierten Stadtarzt Dr. Franz Bichler und der Verein „Gesundes Tulln“ gemeinsam das Projekt „Bildschirmfrei bis drei – rede mit mir, spiele mit mir“, das Bewusstseinsbildung, Information und Veranstaltungen beinhaltet. „Es ist verständlich, Kinder mit Handy oder Tablet beschäftigen oder beruhigen zu wollen – doch oft begibt man sich damit in einen Teufelskreis und die Bildschirmzeit wird rasch länger. Und damit tut man seinem Kind nachweislich wirklich nichts Gutes“, betont Dr. Franz Bichler.